  Linda Kurz, Head of Marketing Deutschland AUDI AG, über ihre Arbeit im Zentrum der automobilen Transformation und warum es wichtig ist, immer auf Augenhöhe mit Kund:innen zu kommunizieren. „Nachhaltigkeit steht im Zentrum unseres unternehmerischen Handelns“ sagt der Premiumfahrzeughersteller Audi über sich selbst. Dabei ist Elektromobilität das zentrale Element eines nachhaltigen und klimaschonenden Verkehrssystems. Das Versprechen: Ab 2026 kommen nur noch vollelektrische Modelle neu auf den Markt. Für die Automobilindustrie geht es beim Thema Nachhaltigkeit um viel. Die Branche steckt mitten in ihrer größten Transformation, die den Kern ihres Geschäfts betrifft. Und bekommt gleichzeitig viel gesellschaftlichen Druck zu spüren, diesen Wandel noch schneller zu vollziehen. Was muss das Marketing in diesem Spannungsfeld leisten? Linda Kurz verantwortet bei Audi das Marketing für Deutschland. Und sieht in ihrer Rolle die neuen Anforderungen eher als Chance denn als Herausforderung. Das liegt sicherlich auch an der Perspektive, die Kurz beim Thema einnimmt: „Ich selbst bin wegen meiner Leidenschaft für Automobil, für Technik und Design zu Audi gekommen“, sagt die Marketing-Managerin. Über viele Jahre hat sie in den unterschiedlichen Bereichen gearbeitet, lange auch im Produktmarketing. Immer standen dabei die Wünsche der Kund:innen im Mittelpunkt. Und das ist selbstverständlich auch jetzt so: „Nachhaltigkeit ist wichtig – uns genauso wie unserer Kundschaft. Das bedeutet für das Marketing: Nachhaltigkeit muss sichtbar nach außen transportiert werden, immer mit Bezug zu unseren Produkten.“ Informiert sich ein:e Kund:in also beispielsweise über die Innenausstattung eines bestimmten Fahrzeugtyps, erfährt sie/er dort auch wie nachhaltig die Materialien sind, die dort verbaut sind. Und nicht nur die Kundenerwartungen, auch die gesetzlichen Vorgaben ändern sich. Das Aus des Verbrenners steht vor der Tür, Audi hat längst in alternative Antriebstechnologien investiert und tut alles dafür, die Kund:innen auf diesem Weg mitzunehmen. „Das gilt für alle Kund:innen, auch jene, die heute noch mit Verbrennungsmotoren fahren“, betont Kurz: und führt aus: „Dabei geht es nicht darum, Kund:innen zu belehren, sondern auf Augenhöhe zu kommunizieren und gemeinsam Veränderungen anzustoßen.“ Dabei soll immer der Kundenmehrwert im Vordergrund stehen. Die Fragen, die beantwortet werden, heißen deshalb nicht: Wie nachhaltig ist Audi? Sondern eher: Wie wird eine Batterie für den e-tron hergestellt? Und wie genau funktioniert das mit dem Laden in der Praxis? „So nehmen wir unsere Kund:innen auf der Reise zu einer nachhaltigen Mobilität mit“, resümiert Kurz. Eine gelungene Kommunikation von Nachhaltigkeitsthemen muss also immer auch die Sichtweise der Kundschaft berücksichtigen. Für Kurz ist klar: „Eine gute Headline macht noch keinen guten Content. Alles, was kommuniziert wird, muss auch authentisch sein.“ Sie sagt: „Es ist deshalb natürlich essenziell als Marketing-Professional zu wissen, was genau beim Thema Nachhaltigkeit alles im Unternehmen und im gesamten Konzern passiert. Und da kann ich sagen: Wir machen Riesenschritte in Richtung nachhaltige Mobilität, speziell durch die Innovationen unserer Kolleg:innen.“ Und nicht nur bei den alternativen Antrieben stehe das Thema Nachhaltigkeit ganz oben auf der Agenda des Autoherstellers. Die Anstrengungen reichten von begrünten Dachgärten und Optimierungen in der Lieferkette, von recycelten Materialien über die energieeffiziente Produktion bis hin zum Meatfree-Monday in der Kantine. Wie sich das Unternehmen hier aufstellt, zeigt der kombinierte Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht. „Nachhaltigkeit ist zentraler Bestandteil unserer Strategie. Und das ist auch richtig so. Aus Marketing-Sicht interessiert uns dabei besonders: Was bedeutet Nachhaltigkeit für unsere Kund:innen?“ So wie man bei Audi das Ohr ganz nah an der Kundschaft hat, so hat man es auch an den Mitarbeitenden: „Es gibt eine lange Tradition, Ideen von Mitarbeitenden gezielt zu sammeln und zu nutzen“, sagt Kurz. „Und auch hier sieht man: Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit wandelt sich. Auch der Meatfree-Monday war beispielsweise eine Mitarbeiter-Idee und dank unserer Belegschaft gibt es an verschiedenen Standorten sogar eigene Bienenvölker und Audi-Honig.“ Und selbst? Wo holt sich Kurz ihre Inspirationen für ihre Arbeit? „Der persönliche Austausch mit Freunden und Familie ist mir immens wichtig. Und hier wird lebhaft diskutiert“, sagt sie und ergänzt: „Aber auch den intensiven Austausch in Netzwerken, mit Marketing-Professionals aus ganz verschiedenen Branchen, möchte ich nicht missen.“ Zu allen ausführlichen Stimmen aus dieser Interviewserie gelangen Sie HIER.
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